Alzheimergesellschaft 
im Kirchenkreis Moers für den Niederrhein e.V.

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Presseinformation zur Pflegereform der Deutschen Alzheimergesellschaft
PRESSEMITTEILUNG

Deutsche Alzheimer Gesellschaft begrüßt Verbesserungen durch die Pflegereform ab 1. Juli 2008

Pflegeversicherung - Neue Regelungen für Demenzkranke unbürokratisch umsetzen und Angehörige umfassend beraten!


Berlin, 26.06.2008. Verbesserungen für Demenzkranke erwartet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, wenn die Reform der Pflegeversicherung am 1. Juli 2008 in Kraft tritt.

Dazu sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: �Wir begrüßen, dass die Leistungen der Pflegeversicherung angehoben werden, dass Demenzkranke mit eingeschränkter Alltagskompetenz künftig bis zu 200 � pro Monat erhalten können, dass künftig mehr Personal in den Heimen eingesetzt werden kann und Angehörige ein Recht auf eine Pflegezeit haben. Wir appellieren an alle Beteiligten, die neuen Regelungen rasch und unbürokratisch umzusetzen und qualifizierte Angebote für Demenzkranke auszubauen. Besonders wichtig ist uns, dass auch Angehörige beraten, unterstützt und gestärkt werden. Angehörige sind nach wie vor der größte Pflegedienst der Nation. Beratung bedeutet weit mehr, als einen Antrag auf Pflegegeld auszufüllen und eine Liste der Pflegedienste auszuhändigen. Nötig ist eine umfassende Beratung nicht nur zum Pflegerecht, sondern auch zum Krankheitsbild, zum Umgang mit Demenzkranken, zum Vermeiden eigener Überlastung usw. Wir erwarten,!
dass dies von den Pflegeberatern bzw. in den Pflegestützpunkten tatsächlich geleistet wird. Die Alzheimer Gesellschaften werden dabei gerne mitwirken�.

Nach 100 Tagen Pflegereform soll auf dem 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Erfurt eine erste Bilanz gezogen werden. Am 11. Oktober 2008 wird dort eine Podiumsdiskussion stattfinden, auf der Angehörige und Experten die vorliegenden Erfahrungen bewerten.

Eine Hilfe für Angehörige ist der von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft herausgegebene �Leitfaden zur Pflegeversicherung�, in dem es speziell um die Finanzierung der Pflege für Demenzkranke geht. Die im Juli erscheinende aktualisierte 10. Auflage des von Günther Schwarz (Stuttgart) verfassten Bandes soll Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen helfen, sich mit den oft komplizierten Regelungen zurecht zu finden. Es geht u.a. um die Fragen: Wo und wie müssen Anträge gestellt werden? Welche Arten von Leistungen können wofür beansprucht werden? Was ist bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst zu beachten? Der Band enthält Muster zum Ausfüllen eines Pflegetagebuchs, für die Begründung eines Widerspruchs und eine Vorlage für ein ärztliches Attest.

Dazu Heike von Lützau-Hohlbein: �Der Leitfaden zur Pflegeversicherung soll Demenzkranken und ihren Angehörigen helfen, die Leistungen zu bekommen, die ihnen zustehen. Ambulante Pflegedienste, Betreuungsgruppen und Helferinnenkreise können eine wirksame Entlastung bringen, ebenso Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege oder auch Mittel zur baulichen Anpassung der Wohnung.�

Leitfaden zur Pflegeversicherung
Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.): Leitfaden zur Pflegeversicherung. Schriftenreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Band 1, 184 Seiten, 10. aktualisierte Auflage 2008, 4,50 �.

Information und Bestellung:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, Friedrichstraße 236, 10969 Berlin, Tel. 030 � 259 37 95 � 0, mailto:info@deutsche-alzheimer.de, Internet: http://www.deutsche-alzheimer.de/?id=39

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist der Bundesverband von regionalen Alzheimer Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Nummer 01803 � 17 10 17 (0,09 �/Minute aus dem deutschen Festnetz).